Schwerpunktschulen

Integrativer Unterricht an Schwerpunktschulen
Kinder, bei denen vor der Einschulung ein besonderer Förderbedarf im Rahmen eines sonderpädagogischen Gutachtens festgestellt wurde (z.B. in den Bereichen Lernen, Sprache, motorische oder ganzheitliche Entwicklung, usw.), können an einer SPS nach dem jeweiligen Lehrplan der Schule mit dem entsprechenden Förderschwerpunkt beschult werden. An einer SPS unterrichten Grund- bzw. Hauptschullehrkräfte, Förderlehrerinnen und –lehrer und Pädagogische Fachkräfte mit dem Ziel, den Unterricht so zu gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Förderbedarf an ihrer Schule verbleiben und dort den Abschluss der Schule mit dem entsprechenden Förderschwerpunkt erreichen können
Die Schwerpunktschule ist ein möglicher Lernort für Schülerinnen und Schüler, bei denen sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde.

An Schwerpunktschulen ist zieldifferenter Unterricht wohnortnah möglich. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf leben und lernen gemeinsam mit nicht beeinträchtigten Kindern Schülerinnen und Schülern.

Es arbeiten zur Zeit 28 Förderschullehrkräfte und drei pädagogische Fachkräfte an Schwerpunktschulen im Raum Trier.
An den fünf Schwerpunktgrundschulen (Keune-GS, Johann-Herrmann-GS, Ausonius-GS, Matthias-GS und GS Biewer) und an den drei Schwerpunktrealschulen (Kurfürst – Balduin, Nelson Mandela und Johann-Amos-Comenius) sowie der Schwerpunkt-Integrierten Gesamtschule werden über 100 Schüler/innen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf beschult.

Auftrag der Schwerpunktschulen
Schwerpunktschulen entwickeln ein schuleigenes Konzept zur individuellen Förderung eines jeden Kindes und Jugendlichen. Als pädagogische Leitlinien gelten dabei folgende Grundsätze:
Alle Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, im eigenen Lerntempo Lerninhalte zu bewältigen und individuelle Lernziele anzustreben. Sie leben und lernen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, die sonderpädagogischen Förderbedarf haben.
Der Unterricht zielt darauf, durch sonderpädagogische und individuelle Hilfen eine den persönlichen Möglichkeiten entsprechende schulische Bildung zu verwirklichen.
Der Unterricht ist – wenn erforderlich zieldifferent.
Der Unterricht orientiert sich an den Lernzielen der verschiedenen sonderpädagogischen Förderschwerpunkte und ermöglicht Schulabschlüsse, die den individuellen Möglichkeiten entsprechen.
Als Grundlage der Förderung werden für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf individuelle Förderpläne erstellt.

Der Umfang der Förderung einer Schülerin / eines Schülers richtet sich nach dem jeweiligen besonderen Förderbedarf. Im Rahmen von Förderausschusssitzungen, an denen die Eltern / Erziehungsberechtigten des Kindes, die jeweiligen Lehrkräfte und die Schulleitung teilnehmen, wird der Inhalt, die Form und der Umfang der Integrierten Förderung festgelegt. Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Förderbedarf werden dabei Förderstufen zugeordnet, die die Intensität der Förderung zum Ausdruck bringen: